Radiation Protection22.08.2018

Strontec - Neue Methode für den Nachweis von Kontaminationen mit Sr-90

Der Nachweis von Strontium-90 ist schwierig, da die Zerfallskette von Sr-90 und das Tochternuklid Y-90 nur Betateilchen und keine Gammastrahlen emittiert. Darüber hinaus ist Strontium wegen seiner Anreicherung im Knochengewebe gefährlich; die lange Halbwertszeit von 29 Jahren und die hohe Beta -Energie von 2,3 MeV in der Zerfallskette kann das umliegende Gewebe schädigen und das Krebsrisiko erhöhen. In der Tat ist der Nachweis von Strontium besonders wichtig bei Freigabemessungen von Abfällen aus Stilllegungsstätten.

Die vorliegende Arbeit hat die Detektion von Strontium in Low-Level-Proportionalzählern (LB 761) ohne chemische Behandlung der Proben nachgewiesen (Patent ausstehend). Die beobachtete Empfindlichkeit ist ausreichend für Freigabemessungen. Die entwickelte Methode ist eine unübertroffene schnelle Alternative zur radiochemischen Nuklidanalyse, die bisher im Nuklearbereich eingesetzt wurde. Vor allem im Stilllegungsprozess ist es wichtig, die Sr-90-Aktivität zu überwachen, um Abfall freizugeben.

Das Poster kann hier heruntergeladen werden.

Mehr Informationen zu Strontec und der neuen Produktapplikation folgen Mitte 2019.